Ameland

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Die Nordsee-Insel Ameland gehört als eine der fünf bewohnten Westfriesischen Inseln vor der Küste der Provinz Friesland zu den Niederlanden. In der Landessprache wird die Inselkette Waddeneilanden, also Wattinseln, genannt. Sie besteht aus Texel, Vlieland, Terschelling, Schiermonnikoog, Rottumeroog und Ameland.

Die Insel hat eine Landfläche von etwa 60 Quadratkilometern und ist nicht nur für Niederländer ein beliebter Urlaubsort. Das ist kein Wunder, denn ihre besondere Natur, das Wattenmeer und die Nordseestrände sind ein Paradies für Erholungssuchende. Die Möglichkeiten, Quartier zu beziehen, sind zahlreich und mit modernem Komfort ausgestattet. Neben Hotels und Campingplätzen sind es vor allem Ferienhäuser aller Größenordnungen, die ihre Besucher erwarten.

Man kann die Insel mit dem Auto, der Bahn oder sogar mit einem Flieger erreichen, denn in der Nähe von Ballum – einem der vier Inseldörfer – gibt es einen Flugplatz. Von dort aus starten auch die Inselrundflüge, die einen herrlichen Eindruck aus der Vogelperspektive ermöglichen. Ballum ist der Hauptort. Hier stand einst das Schloss der Inselherren, das zu Beginn des 15. Jahrhunderts erbaut, im Jahr 1829 abgerissen und durch das heutige Rathaus ersetzt wurde. Vom touristischen Treiben ist Ballum nur wenig betroffen, doch es lohnt sich , diese beschauliche „Hauptstadt“ zu besuchen.

Hollum ist die größte Ortschaft. Sie liegt am westlichen Ende der Insel. Hier gibt es besonders viele Ferienunterkünfte. Außer den Gruppenhäusern, in denen mehrere Familien wohnen können, gibt es auch Bungalows und mit Reet gedeckte Häuser, die typisch für das Dorf sind. In Hollum steht der einzige Leuchtturm von Ameland, der mit ca. 56 Metern die Landschaft überragt. Der Ort bietet seinen Gästen das kulturhistorisches Museum „Sorgdrager“, die Windmühle „De Verwachting“ und das Rettungsmuseum „Adam Fock“.

Im Osten der Insel liegt Buren, ein Dorf, das früher vor allem von Strandräubern bewohnt war. Hier schmiegen sich umgebaute Bauernhöfe harmonisch in die Landschaft. Im Dorfzentrum gibt es Einkaufsmöglichkeiten und kleine Imbissläden. Ideal, wenn man bei einer Fahrradtour Hunger verspürt. Mehrere Fahrrad-Ausleih-Stationen machen es leicht, die Insel per Pedale zu erkunden.

Die zweitgrößte Ortschaft Amelands ist Nes. Die Kapitänshäuser stammen aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Zahlreiche Restaurants, kleine Geschäfte und Souvenirläden machen das touristische Flair der Fußgängerzone aus, durch die sich ein Bummel unbedingt lohnt. Im historischen Kern des Dorfes ist der Kirchturm aus dem 17. Jahrhundert eine besondere Attraktion. Das Naturkundemuseum von Nes lockt nicht nur mit seinen Exponaten, sondern auch mit seinem Aussichtsturm. Für maritime Atmosphäre sorgt der Fährhafen, an den sich ein Yachthafen anschließt.

Im Juni findet das „Ameland Beach Rugby Festival“ statt, im August zieht das Roggenfest in Nes Besucher an und im September ist der ETU-Cross-Triathlon „Tri.Ambia“ ein großes Spektakel.

Ameland ist eine Insel, auf der man stundenlang radeln und wandern kann. Eine reizvolle Alternative zum Sonnenbaden und Schwimmen sind Wattwanderungen. Sie werden unter fachkundiger Führung angeboten und sind eine echte Besonderheit. Zwischen Ebbe und Flut tut sich eine einzigartige Welt auf. Die Weite der Strände und Dünen offenbart eine reichhaltige Tier- und Pflanzenwelt und macht Ameland zu einem Urlaubsort, der seinen Zauber auch in der Vor- und Nachsaison nicht verliert.